Der GRAUSAME EulenKopfLauf 2019

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(11.01.19)
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Streckenbeschreibung Eulenkopflauf

Vielen Dank an unseren Dauer-Scout Burkhard für die touristische Aufbereitung der Strecke!

Die folgende Streckenbeschreibung für den Eulenkopflauf 2017 soll euch ein wenig die Augen öffnen für die Sehenswürdigkeiten und schönen Seiten Wuppertals entlang der Strecke. Eins vorweg, man könnte den Eulenkopflauf auch Trassenlauf nennen. Im Verlauf der 42 km werden, je nach Zählart, 3 bzw. 4 verschiedene, zu Fahrradwegen umgebaute, ehemalige Bahntrassen benutzt.

Wir starten auf der Sambatrasse an der Adresse unser.ergehen.logisch. Auf dieser Trasse fuhr von 1891 bis Anfang 1988 u.a. ein Schienenbus über die Burgholzbahn, der das Tal mit Cronenberg verband. Angeblich bewegte sich die Bahn im Sambarythmus den Berg hinauf, daher der Name. (In 2017 findet der Start jedoch auf der parallel verlaufenden Straße statt, da das Stück Sambatrasse für den Bau einer Fernwärmeleitung gesperrt ist.)

Zumindest am Anfang haben wir einen breiten und gut befestigten Weg vor uns, überwiegend bergab, mit nur einer kleinen Welle. Ideal zum Warmlaufen.

Nach kurzer Zeit, auf der Welle, passieren wir das Müllheizkraftwerk der AWG. Diese Müllverbrennungsanlage sorgt dafür, dass wir am Ende von dem Lauf in das warme Wasser des Freibades Neuenhof springen können.

Kurze Zeit später erscheint auf der rechten Seite des Laufweges das Gebäude des alten Bahnhofs Küllenhahn. Schaut euch das Gebäude noch ein (letztesmal?) an. Es stand unter Denkmalschutz ist aber durch den Hausschwamm bedroht und die Abrissgenehmigung ist erteilt.

Später passieren wir zwei Holzstapel. Die Meiler sollen an die Zunft der Köhler erinnern. Wir befinden uns übrigens hier im Staatsforst Burgholz, einem großen Waldgebiet, das sich bis auf das Stadtgebiet von Solingen auf die andere Wupperseite hinzieht. Herausragend ist hier das Arboretum, mit mehr als 100 Baumarten aus drei Kontinenten. Wir werden das Burgholz noch auf der langen Zielgeraden von der anderen Seite kennenlernen. Übrigens besteht das Stadtgebiet von Wuppertal zu 29 % aus Wäldern und Jedermann hat in den Wäldern ein unentgeltliches Betretungsrecht.

Wir passieren den Bahnhof Burgholz, der an normalen Tagen ohne Gruppendruck den Jogger schon mal mit einem Weizen aufhalten kann. Die nächst Attraktion ist leider nicht zu sehen. Ca. 50 m oberhalb der Böschung links befindet sich die Kaisereiche, die von Wuppertaler Schülern 1871 zum Gedenken an die Gründung des deutschen Reichs gepflanzt wurde.

In dem Moment, wo ca. 20 m unterhalb der Böschung links der Kiesbergtunnel auf die L418 trifft, nach ca. 3 gelaufenen km, verlassen wir die Sambatrasse. Es geht rechts den Berg hoch und der Weg wird matschig und rutschig. Der erste selektive Anstieg. Wir durchqueren hier den ehemaligen Privatwald von Selma von der Heydt.

Oben angekommen befinden wir uns auf der Königshöhe und man sieht rechts hinter den Büschen das ehemalige Sommerhaus der Von der Heydts. Heute ist es in Privatbesitz. Selma und August Freiherr von der Heydt waren große Förderer der Stadt Wuppertal. Auf Ihre Unterstützung sind der Burgholz, der Zoo und auch das Stadttheater zurückzuführen. Zudem sammelten sie viele Kunstwerke und hatten eine große Privatsammlung. Ihr Sohn Eduard vermachte viele der Gemälde dieser Sammlung, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben, der Stadt Wuppertal. Sie bilden den Grundstock der ständigen Sammlung des weit über Wuppertals Grenzen hinaus bekannten Von der Heydt Museums.

Von der Königshöhe aus folgen wir einem Weg durch den Wald bergab in Richtung Sambatrasse. Der letzte steile Teil des Weges ist uneben und rutschig. Vorsicht. Wieder auf der Sambatrasse angekommen wenden wir uns nach links. Hier ist der Untergrund wieder gut und der Weg geht sanft bergan.

Wir kommen zum grünen Zoo Wuppertal. Er ist immer einen Besuch wert und besticht auch aber nicht nur durch seine außergewöhnliche Topographie. Wir durchqueren ihn über eine Brücke in Höhe des Tigergeheges und man beachte das Schild „Achtung Tiger, Essen auf Rädern“.

Wir folgen der Trasse bis auf Höhe der Straße Zur Waldesruh. Hier biegen wir links ab auf die Straße und laufen in sanften Kurven den Berg hinunter. Achtung, die Straße ist nicht gesperrt. Es fahren Autos und Busse. In der Straße befinden sich eine ganze Reihen sehenswerter und zum Teil auch denkmalgeschützter Villen. Kurz bevor wir die Talsohle erreichen sehen wir rechts vom Weg z.B. das Gebäude der Vorwerk Akademie, die Villa Mittelsten Scheid.

In der Talsohle stoßen wir auf die B7. Wir wenden uns nach rechts um kurze Zeit später den Bürgersteig wiederum nach rechts zu verlassen. Wir kommen auf einen schmalen matschigen Weg entlang der Wupper, dem zweit tiefsten Punkt der Laufrunde.

Am Ende des Weges erreichen wir eine Unterführung. Geradeaus sieht man die denkmalgeschützte Schildwand des Stadions am Zoo, der Heimstadt des Wuppertaler Sportvereins.

Wir laufen durch die Unterführung und kommen zu DEM Wahrzeichen Wuppertals, die Schwebebahn. Wer kennt ihn nicht, den Werbespruch „einmal im Leben durch Wuppertal schweben“? Hier in Sonnborn fährt sie allerdings nicht wie die meiste Zeit über der Wupper, sondern wird über die Straße geführt.

Wir folgen dem Verlauf der Schwebebahn ein kurzes Stück und biegen dann nach rechts ab. Dort sehen wir durch die Häuser den modernen Bau der St. Remigius Kirche.

Nach wenigen Kurven gelangen wir zu einer Brücke (Am Thurn), die uns über die A46, A535 und L74 führt. Wir befinden uns am oder besser im Sonnborner Kreuz, dem zur Bauzeit in den 70ern des letzten Jahrhunderts eines der größten Autobahnkreuze Europas. Es kam zu einer völligen Veränderung des Ortskerns und zur Teilung vom Stadtteil Sonnborn.

Am Ende der Brücke wenden wir uns nach rechts und laufen ein kleines Stück entlang der Autobahn, die wir allerdings aufgrund der Schallschutzwand nicht sehen können. Dann geht es links ab einen kleinen Berg hinauf entlang der Eisenbahnlinie Wuppertal-Düsseldorf/Köln. Der Weg führt uns nach rechts und wir gelangen in das Industriegebiet Essener Straße. Am Ende der Essener Straße sehen wir links die imposante Kugel des Gasbehälters. Wir folgen der Straße links hoch um kurze Zeit später rechts herum in Höhe des ehemaligen Bahnhofs Lüntenbeck die Nordbahntrasse zu erreichen.

Die Trasse der ehemaligen rheinischen Strecke wurde ebenfalls zu einem Rad und Wanderweg umgebaut und ist mit ein Grund dafür, dass Wuppertal zunehmend fahrradfreundlich wird. Die Trasse führt von Vohwinkel im Westen, mit Anschluss an die Niederbergbahn und die Korkenziehertrasse, bis Oberbarmen im Osten Wuppertals, mit Anschluss an die Trasse Schee.

Wir folgen der Trasse jedoch nur ein kurzes Stück in Richtung Osten um dann links ab auf einen schmalen steilen Pfad zu schwenken, der uns auf die ehemalig Müllhalde führt. Wir umrunden die Halde und nach kurzer Zeit erreichen wir das Schloss Lüntenbeck.

Hier findet an zwei Adventswochenenden ein sehr schöner Weihnachtsmarkt statt. Wir stoßen auf ein Teilstück des Wanderwegs Rund um Wuppertal, der durch ein W in einem Kreis gekennzeichnet ist. Von hier aus geht es wieder bergan und wir erreichen wiederum die B7. Diese müssen wir überqueren, vorsicht, um links in die Straße Am Sauerenhaus einzubiegen. Dieser folgen wir ein Stück um nach der Linkskurve rechts den steilen matschigen Weg hoch in den Wald zu nehmen. Oben angekommen betreten wir zum ersten Mal einen der Eulenkopfwege.

Wir halten uns rechts und erreichen einen Hohlweg. Dieser Hohlweg war Teil eines mittelalterlichen Fernhandelsweges vom Rhein (Hitdorf) über Solingen bis Herdecke. Kurze Zeit später ist auch schon die erste Verpflegungsstation in Sicht (12 km).

Wir verlassen die Verpflegungsstation in Richtung Pahlkestraße, der wir eine Zeit lang folgen. Dann biegen wir nach links ab, überqueren die Pahlkestraße, vorsicht, und überqueren den Parkplatz. Geradeaus sehen wir die Gebäude des Bayer Pharma Forschungszentrums. Nur wenige wissen, dass das Unternehmen Bayer von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Westkott in Barmen gegründet wurde und der Hauptsitz des Unternehmens erst 1900 nach Leverkusen verlegt wurde.

Wir folgen dem Aprather Weg vor dem Forschungszentrum bergab, vorsicht, um uns dann nach rechts auf einen schmalen und matschigen Weg entlang des Brucher Bachs zu begeben. Der Weg führt uns dann bergan in die Siedlung Eschenbeek. Hier halten wir uns links und folgen einem meist recht zugigen Feldweg, der uns durch einen Wald und zu einem Bauernhof an der Kohleiche führt. Vom Hof aus geht es bergab unter der Autobahn A535 durch. Kurz danach kommt wieder ein matschiges Stück Weg bergan. Dieser Weg führt uns zu einem Übergang über die S-Bahnlinie 9 Wuppertal Essen und auch auf das Stadtgebiet von Wülfrath. Kurz nach dem Bahnübergang biegen wir rechts ab und gelangen über einen wiederum matschigen Weg zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Es erinnert von der Form her ein bisschen an eine Kirchturmspitze vom Kölner Dom. Blickt man zum Denkmal auf der linken Seite sieht man im Hintergrund die Mauern der Burg Apprath, dem Rest des ehemaligen Schlosses Apprath.

Vom Denkmal aus geht es einen rutschigen und steilen Weg bergab zu einer Straße (L74), vorsicht, die wir überqueren müssen. Der Weg auf der anderen Straßenseite bringt uns zum ersten Mal zur Düssel, dem Bach, der dem Dorf am Rhein seinen Namen gab.

Wir folgen dem Lauf der Düssel, bis wir links den Teich der ehemaligen Mühle Aprath erreichen. Von hier aus führt uns eine breite, asphaltierte, flache Straße in Richtung des Ortes Düssel. Nachdem wir in Düssel die Kirche umrundet haben, kommen wir zum Gemeindehaus, wo die nächste Verpflegung auf uns wartet und wo sich auch der Start der Halbmarathonstrecke befindet (21 km).



Vom HM-Start geht es zunächst über eine Straße, vorsicht, gefolgt von dem ersten kleinen Anstieg der HM-Strecke. Oben geht es links ab und wir laufen über den Hahnenfurther Weg bis wir die Eisenbahn unterqueren. Es handelt sich um die Bahnlienie, die demnächst von Vohwinkel über Mettmann nach Düsseldorf Führt (S28).

Danach geht es links ab ein kurzes Stück über ein matschiges Feld bis zur B7, die wiederum überquert werden muss. Vorsicht. Hier haben wir wieder Wuppertaler Stadtgebiet erreicht. An der Ampel geht es nach rechts in Richtung Schöller. Diesem Weg folgen wir bis es rechts zum Wanderparkplatz Schöller geht. Hier verlassen wir den Asphalt und kommen auf einen Wanderweg. Es ist nicht nur wiederum ein Teilstück des RUW-Wanderwegs, hier verläufen auch Teilstücke des Bergischen Wegs und des Neanderlandsteigs.

Rechts sieht man das ehemalige Rittergut Schöller, heute Gut Schöller, mit der Marienkapelle in dem Schinderhannesturm. Unten angekommen erreichen wir wieder die Düssel, deren Verlauf wir nun ein kleines Stück folgen. Der Wanderweg führt uns über zum Teil steile aber eigentlich immer matschige Pfade, bis wir scharf nach links abbiegen und uns dem Naherholungsgebiet Grube 7 nähern. Rechts sieht man schon die Reste eines alten Steinbrechers.

Die ganze Gegend in und um Dornap/Schöller ist industriell vom Kalksteinabbau geprägt. Hier in der Grube 7 wurde bis 1966 Kalkstein abgebaut. Unter anderem hier wurde ein Leitfossil der mitteldevonischen Riffkalke, der Eulenkopf (Stringocephalus burtini), der den Wanderwegen und damit auch diesem Lauf seinen Namen gegeben hat, gefunden. Dieses Gebiet weißt eine weitere Besonderheit aus, nämlich eine der dichtesten bekannten Uhupoplationen.

Wir laufen ein Stück entlang der Bruchkante der Grube und kommen zu einem weiteren selektiven Berganstück, wo sich der Weg den Berg hinauf windet. Oben angekommen laufen wir nach rechts über die breite asphaltierte Straße, unter der Osterholzer Straße hindurch und ein kleines Stück den Berg hinunter. Dann wendet sich der Weg wieder nach links in das Osterholz mit endlich wieder matschigen Wegen. Wenn wir den Wald verlassen laufen wir rechts den Feldweg herunter und erreichen das Gut zu Linden, wo auch schon die erste Verpflegung der Halbmarathonstrecke auf uns wartet (31 km).

Das nun folgende Teilstück der Strecke bis zur Korkenziehertrasse ist in einer großen Gruppe etwas schwierig zu laufen und erfordert Disziplin von allen Seiten. Es wird uns nach Solingen führen. Wir laufen zunächst entlang einer kurvigen Straße bergan und müssen dann die B228 überqueren, vorsicht. Auf der anderen Straßenseite wenden wir uns nach den Treppen nach rechts, zunächst über die Straße, dann auf einen Schotterweg.

Hierbei handelt es sich um die Korkenziehetrasse (/Niederbergbahn), der ehemaligen Bahnlinie zwischen Vohwinkel und Solingen, auf der bis 1995 Züge verkehrten. Hier sieht man auch die Beschilderungen zur Trasse der Niederbergbahn, dem Panoramaradweg.

Um ohne Ampel auf das Teilstück der Trasse jenseits des Westringes zu gelangen, windet sich der Weg ein wenig und wird auch sehr eng. Wir durchqueren gebückt einen Tunnel und vor uns liegt der breite und gut ausgebaute Teil der Korkenziehertrasse. Wir folgen dem Verlauf eine Zeit lang bis wir auf die Höhe von Solingen Gräfrath (Walder Straße) kommen. Hier verlassen wir die Trasse, überqueren die B224, vorsicht, und gelangen den historischen Ortskern von Gräfrath.

In Gräfrath ist das Solinger Klingenmuseum angesiedelt. Auf dem Marktplatz selber aber auch auf Schloss Grunewald in Gräfrath finden in der Vorweihnachtszeit schöne Weihnachtsmärkte statt.

Ab hier folgen wir eine kurzes Stück dem Wanderweg rund um Solingen (ein S in einem Kreis). Dazu geht es an dem Herz Jesu Kloster rechts die Treppen hinauf, entlang des Klosters, rechts ein kurzes Stück die Straße herunter und dann nach links in einen Park, die Gräfrather Heide. Es folgt ein langer gleichmäßiger Anstieg. Linker Hand sieht man schon die Gehege mit Tieren aus dem Tierpark Fauna. Oben angekommen laufen wir vorbei an dem ehemaligen Wasserturm, der nun zu einem Lichtturm ausgebaut wurde.

Kurz danach gelangen wir zur zweiten Verpflegung des HM (36 km).

Ganz in der Nähe befindet sich ein Stein mit einer Tafel, die diesen Punkt mit 276 m über Normalhöhennull als den höchsten Punkt Solingens ausweist. Von hier aus sieht man auch schon das Ziel, oder zumindest den Schornstein des Heizkraftwerkes in Wuppertal, übrigens ganz in der Nähe des höchsten Punkts von Wuppertal (ca. 320 m). Dazwischen liegt noch das Tal der Wupper, durch das wir noch laufen müssen, mit dem tiefsten Punkt der Streckenführung.

Nach der Verpflegung geht es zunächst über Asphalt dann durch den Wald, den Solinger Teil des Burgholzes (Klosterbusch), den Berg hinunter. Unten erreichen wir die Teufelsbrücke über die Wupper. Wir unterqueren die L74 und begeben uns auf die lange Zielgerade entlang des Burgholzbaches. Dieser Teil Wuppertals war in früheren Zeiten von ganz anderer Industrie geprägt als der Bereich um Dornap/Schöller. Hier war die eisenverarbeitende Industrie beheimatet. Wie auch in den anderen Bachtälern um Wuppertal kann man überall Reste von Stauteichen erkennen. In den Zeiten der Frühindustrialisierung wurde die Wasserkraft genutzt um Hammerwerke und Schleifkotten zu betreiben.

Wir folgen dem Burgholzbach im Prinzip bis zu seiner Quelle. Kurz vor der Zielgeraden sehen wir vor uns eine Wand. Die gilt es noch zu erklimmen, und schon ist das Freibad erreicht. Hier warten schon die Zielverpflegung und anschließend natürlich das warme Wasser des Freibades. Auch die Gastronomie steht uns mit warmen Speisen sowie kalten und heißen Getränken zur Verfügung.